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Montag, 24. August 2015

Der Pate - Teil 1

The Godfather (Der Pate)
Lauflänge: 175 Minuten
Freigabe: FSK 16
Produktionsjahr: 1972
Produktionsland: USA
Regie: Francis Ford Coppola
Drehbuch: Mario Puzo & Francis Ford Coppola

Don Vito Corleone gespielt von Marlon Brando,
Wunsch von Coppola entgegen der Meinung des Studios

Quelle: Kauf DVD; Copyright: 2004 Paramount Pictures 

"Er machte ihm ein Angebot, was er nicht ablehnen konnte."

Wer kennt nicht die berühmten Zitate und oft parodierten Szenen, vielleicht ohne den Film überhaupt zu kennen.

Entstehungsgeschichte
1969 erschien der Roman "The Godfather" von Mario Puzo. Der Roman beschreibt eine sizilianische Mafiafamilie und deren korrupte und illegalen Geschäfte. Er wurde ein großer Erfolg. Das große Hollywoodstudio Paramount steckte in einer finanziellen Krise durch vorher erschienene Misserfolge. Paramount kaufte die Filmrechte des Romans und lies das Drehbuch von Mario Puzo verfassen.

Die Wunschkandidaten des Regieposten lehnten ab. Schließlich wurde der junge Francis Ford Coppola mit der Regie beauftragt, der erst drei Filme unter seiner Regie drehte. Eigentlich wollte Coppola nie unter einem so großen Studio arbeiten. Er strebte nach einer unabhängigen Produktion mit seinem eigenen Studio, was er auch eröffnete und kämpfte stetig gegen das vorhandene System in Hollywood an. Er nahm schließlich den Auftrag der Regie für den Paten an. Er wollte das Geld für sein Produktionsstudio nutzen und sah den Film nur als Brücke zu anderen Projekten...

Coppola lehnte es ab einen klassischen Gangsterfilm zu drehen. Er  ist selbst italo-amerikanisch und bevorzugte ein über Jahrzehnte ausgedehntes Familienepos zu drehen. Das Studio wollte lieber einen kostengünstigen Film, in der Gegenwart spielend und mit vielen Stars, wie Robert Redford produzieren.

Nach einer Einigung schrieb er selbst das Drehbuch um. Früh drehte er Probeszenen mit dem jungen Al Pacino, der damals fast nur Theatererfahrung hatte. Ebenso unter seinen Wunschkandidaten waren James Caan und Robert Duvall. 

Auch Robert de Niro sprach beim Casting vor, wurde aber erst für den 2. Teil genommen, wo er bekanntlich für die Rolle des jungen Vito Corleone einen Oscar als beste  Nebenrolle bekam. Die Szenen bei den Testaufnahmen mit Pacino, Caan und Duvall wurden zwar positiv aufgenommen, aber die Produzenten wollten Pacino nicht für die Rolle des Michael Corleone. Er war zu jung und zu unbekannt.

Marlon Brando und Francis Ford Coppola am Set
Quelle: Kauf Blu-Ray; Copyright: Paramount Pictures
Ebenso wurde Coppolas Wunsch Marlon Brando für die Rolle des Vito Corleone eher kritisch betrachtet. Brando war für seine Unzuverlässigkeit bekannt. Ebenso sein geringes Alter von 47 zu 65 Jahren seiner Filmrolle war ein Gegenargument. Coppola drängte das Studio mit seinen Forderungen und lies nicht locker.

Das Studio einigte sich mit Coppola. Er bekam seine Schauspieler und ebenso ein größeres Budget von 6 Millionen US Dollar statt der eigentliche 2,5 Millionen. Unter Anderem wurde auf Sizilien gedreht.

Am 15. März 1972 kam "The Godfather" in die Kinos und wurde ein großer Erfolg für Coppola und ebenso für Paramount. Das weltweit gesamte Einspielergebnis inkl. Wiederaufführungen beträgt 245 Millionen Dollar. Paramount schaffte es mit diesem Erfolg aus der Krise. Coppola wurde weltweit berühmt und startete seine erfolgreiche Regie-Karriere. Al Pacino wurde zum Star und dies sollte nicht sein letzter Mafiafilm bleiben.

Der Film wurde für drei Oscars ausgezeichnet, als bester Film, bester Hauptdarsteller (Marlon Brando) und bestes adaptiertes Drehbuch. Brando kam nicht zur Veranstaltung und lehnte die Auszeichnung ab.

Handlung und Kritik (kann Spoiler enthalten)
Das vielfach genannte Meisterwerk "The Godfather" zählt zurecht zu den wichtigsten Filme der Filmgeschichte. Der Film wurde vielfach zitiert, parodiert und in anderen Filme genannt. Er diente als Inspiration vieler Filmmacher wie Martin Scorsese (GoodFellas, Casino) und David Chase (The Sopranos).

Der Film beginnt mit einem langen Monolog. Don Vito Corleone wird um einen Gefallen gebeten, am Hochzeitstag seiner Tochter. Das sollte nicht die einzige Bitte an diesem Tag bleiben. Don wird an diesem Tag jeder Bitte zustimmen. In den ersten 25 Minuten ist man Gast bei diesem familiärem Fest und erhält Einblicke in die italienische Familie und auch in die gut organisierte Mafiastruktur.

"Hör auf zu heulen und sei ein Mann!"

Seine Anspannung im Gesicht: 
Michael Corleone kurz vor seinem geplanten Racheakt
Quelle: Kauf DVD; Copyright: 2004 Paramount Pictures 
Eine wichtige Wendung kommt mit dem Anschlag auf Vito. Er traf eine geschäftliche Entscheidung und erfährt jetzt die Konsequenzen dafür. Die drei Söhne müssen handeln um die Familie nicht mit weiteren Anschläge zu gefährden.

Gerade Michael, der Sohn, der bisher nie geschäftliche Entscheidungen traf, übernimmt jetzt Verantwortung.

Er entscheidet sich für seine Familie, für seinen Vater, und plant einen Racheakt auf den Verantwortlichen Konkurrenten und den korrupten Polizeichef.

Die Szene im italienischen Restaurant bietet den ersten großen Höhepunkt. Groß ist die Spannung, da man weiß was passieren wird.

Pacino beeindruckt mit seinem starren und angespannten Blick, er muss es tun um die Familie zu beschützen. Die zwei Gegner essen bei dem Gespräch Pasta. Er blickt auf sein Ziel. Steht auf und SCHUSS!

"Das ist eine sizilianische Botschaft. Sie bedeutet Luca Brasi schläft jetzt bei den Fischen."


Michael kann nicht länger in der Stadt bleiben. Er muss fort, in die Heimat seiner Familie, nach Sizilien.

Beeindruckend alleine wegen der schönen Landschaft bietet diese Sequenz einen Kontrast zu der ansonsten urbanen Umgebung. Romantisch und natürlich.

Michael erfährt eine neue Liebe, die er nach der Heirat aufgeben muss. Abgeschottet von seiner Familie kann er seinen Verlust nicht vorausahnen. Michael hält nichts mehr in Sizilien. Er kehrt wieder zurück. Man sollte hier ganz genau aufpassen, verpasst man sonst einen großen Zeitsprung von einem Jahr.

Michaels neue Liebe in Sizilien
Quelle: Kauf DVD; Copyright: 2004 Paramount Pictures 
In der Szene mit Diane Keaton, nach seiner Rückkehr, sagt Michael er wäre seit einem Jahr hier. Ohne diesen Satz würde der Zuschauer davon ausgehen, dass die Szene unmittelbar nach der Abreise aus Sizilien kommt.

Aber alleine dieser eine Satz befördert die Szene nun ein Jahr weiter. Was in der Zeit passierte, erfährt man nur indirekt. Michael ist nicht mehr nur ein Familienmitglied.
Er ist das Oberhaupt, der Befehlshaber
der ganzen Mafiafamilie geworden.

"Ein Mann, der keine Zeit mit seiner Familie verbringt, ist kein richtiger Mann."

Michael heiratet seine damalige Freundin. Er schickt seinen älteren Bruder nach Vegas. Von all seinen Verrätern und Feinden trennt er sich, lässt sie beseitigen. Im fantastischen Finale findet die Taufe seiner Kinder statt, währenddessen all die Feinde hingerichtet werden, hinterrücks von Ihren Freunden und genau geplant. Musikalisch perfekt untermalt, wechseln die Schauplätze von der Taufe zu den einzelnen Attentate.

Meisterhaftes Schauspiel bietet besonders die Schlussszene. Michaels Frau darf einmalig nach seinen Geschäften und dem Mord an dem Mann seiner Schwester fragen. Michael lügt und verneint die Frage, ob er was damit zu tun hätte. Anschließend wird sie aus dem Raum geführt, sie schaut in den Raum zu Michael zurück. Er winkt ab. Die Tür schließt. Ende. Der Godfather Theme läuft. Gänsehaut...

Fazit
The Godfather gehört zu den Meisterwerken der Filmgeschichte. Man kann sich die Entstehung des Films unter heutigen Gesichtspunkten so nicht mehr vorstellen. Auch mit dem damaligen Budget von 6 Millionen Dollar lässt sich heute kein Film umsetzten, der so ausgestattet und gedreht wurde wie "The Godfather". Der Film wird einmalig und zeitlos bleiben. Unzählige Filme und Serien, wie z. B. Scarface, GoodFellas, Casino, Heat, The Sopranos und Boardwalk Empire wären wahrscheinlich undenkbar, hätte es "The Godfather" nicht gegeben.


"Ich glaube an Amerika. Ich bin in Amerika reich geworden." 


Bewertung:







Autor: Marcel Hisge

Quelle der Informationen: Wikipedia.org

Der Pate - Teil 1

The Godfather (Der Pate)
Lauflänge: 175 Minuten
Produktionsjahr: 1972
Produktionsland: USA
Director: Francis Ford Coppola
Writer: Mario Puzo & Francis Ford Coppola

Don Vito Corleone gespielt von Marlon Brando,
Wunsch von Coppola entgegen der Meinung des Studios

Quelle: Kauf DVD; Copyright: 2004 Paramount Pictures 

"Er machte ihm ein Angebot, was er nicht ablehnen konnte."
"Das ist eine sizilianische Botschaft. Sie bedeutet Luca Brasi schläft jetzt bei den Fischen."

"Ein Mann, der keine Zeit mit seiner Familie verbringt, ist kein richtiger Mann."

"Hör auf zu heulen und sei ein Mann!"
"Ich glaube an Amerika. Ich bin in Amerika reich geworden." 

Ein Mann wacht auf, schaut panisch umher. Ein Pferdekopf liegt im Bett...

Wer kennt nicht die berühmten Zitate und oft parodierten Szenen, vielleicht ohne den Film überhaupt zu kennen.




 
Entstehungsgeschichte

1969 erschien der Roman "The Godfather" von Mario Puzo. Der Roman beschreibt eine sizilianische Mafiafamilie und deren korrupte und illegalen Geschäfte. Er wurde ein großer Erfolg. Das große Hollywoodstudio Paramount steckte in einer finanziellen Krise durch vorher erschienene Misserfolge. Paramount kaufte die Filmrechte des Romans und lies das Drehbuch von Mario Puzo verfassen. Die Wunschkandidaten des Regieposten lehnten ab. Schließlich wurde der junge Francis Ford Coppola mit der Regie beauftragt, der erst drei Filme unter seiner Regie drehte. Eigentlich wollte Coppola nie unter einem so großen Studio arbeiten. Er strebte nach einer unabhängigen Produktion mit seinem eigenen Studio, was er auch eröffnete und kämpfte stetig gegen das vorhandene System in Hollywood an. Er nahm schließlich den Auftrag der Regie für den Paten an. Er wollte das Geld für sein Produktionsstudio nutzen und sah den Film nur als Brücke zu anderen Projekten.

Marlon Brando und Francis Ford Coppola am Set
Quelle: Kauf Blu-Ray; Copyright: Paramount Pictures
Coppola lehnte es ab einen klassischen Gangsterfilm zu drehen. Er  ist selbst italo-amerikanisch und bevorzugte ein über Jahrzehnte ausgedehntes Familienepos zu drehen. Das Studio wollte lieber einen kostengünstigen Film, in der Gegenwart spielend und mit vielen Stars, wie Robert Redford produzieren. Nach einer Einigung schrieb er selbst das Drehbuch um. Früh drehte er Probeszenen mit dem jungen Al Pacino, der damals fast nur Theatererfahrung hatte. Ebenso unter seinen Wunschkandidaten waren James Caan und Robert Duvall. 

Auch Robert de Niro sprach beim Casting vor, wurde aber erst für den 2. Teil genommen, wo er bekanntlich für die Rolle des jungen Vito Corleone einen Oscar als beste  Nebenrolle bekam. Die Szenen bei den Testaufnahmen mit Pacino, Caan und Duvall wurden zwar positiv aufgenommen, aber die Produzenten wollten Pacino nicht für die Rolle des Michael Corleone. Er war zu jung und zu unbekannt. Ebenso wurde Coppolas Wunsch Marlon Brando für die Rolle des Vito Corleone eher kritisch betrachtet. Brando war für seine Unzuverlässigkeit bekannt. Ebenso sein geringes Alter von 47 zu 65 Jahren seiner Filmrolle war ein Gegenargument. Coppola drängte das Studio mit seinen Forderungen und lies nicht locker.

Das Studio einigte sich mit Coppola. Er bekam seine Schauspieler und ebenso ein größeres Budget von 6 Millionen US Dollar statt der eigentliche 2,5 Millionen. Unter Anderem wurde auf Sizilien gedreht.

Am 15. März 1972 kam "The Godfather" in die Kinos und wurde ein großer Erfolg für Coppola und ebenso für Paramount. Das weltweit gesamte Einspielergebnis inkl. Wiederaufführungen beträgt 245 Millionen Dollar. Paramount schaffte es mit diesem Erfolg aus der Krise. Coppola wurde weltweit berühmt und startete seine erfolgreiche Regie-Karriere. Al Pacino wurde zum Star und dies sollte nicht sein letzter Mafiafilm bleiben.

Der Film wurde für drei Oscars ausgezeichnet, als bester Film, bester Hauptdarsteller (Marlon Brando) und bestes adaptiertes Drehbuch. Brando kam nicht zur Veranstaltung und lehnte die Auszeichnung ab.


Handlung und Kritik (kann Spoiler enthalten)

Das vielfach genannte Meisterwerk "The Godfather" zählt zurecht zu den wichtigsten Filme der Filmgeschichte. Der Film wurde vielfach zitiert, parodiert und in anderen Filme genannt. Er diente als Inspiration vieler Filmmacher wie Martin Scorsese (GoodFellas, Casino) und David Chase (The Sopranos).

Der Film beginnt mit einem langen Monolog. Don Vito Corleone wird um einen Gefallen gebeten, am Hochzeitstag seiner Tochter. Das sollte nicht die einzige Bitte an diesem Tag bleiben. Don wird an diesem Tag jeder Bitte zustimmen. In den ersten 25 Minuten ist man Gast bei diesem familiärem Fest und erhält Einblicke in die italienische Familie und auch in die gut organisierte Mafiastruktur.

Eine wichtige Wendung kommt mit dem Anschlag auf Vito. Er traf eine geschäftliche Entscheidung und erfährt jetzt die Konsequenzen dafür. Die drei Söhne müssen handeln um die Familie nicht mit weiteren Anschläge zu gefährden. Gerade Michael, der Sohn, der bisher nie geschäftliche Entscheidungen traf, übernimmt jetzt Verantwortung. Er entscheidet sich für seine Familie, für seinen Vater, und plant einen Racheakt auf den Verantwortlichen Konkurrenten und den korrupten Polizeichef.

Seine Anspannung im Gesicht: 
Michael Corleone kurz vor seinem geplanten Racheakt
Quelle: Kauf DVD; Copyright: 2004 Paramount Pictures 
Die Szene im italienischen Restaurant bietet den ersten großen Höhepunkt. Groß ist die Spannung, da man weiß was passieren wird. Pacino beeindruckt mit seinem starren und angespannten Blick, er muss es tun um die Familie zu beschützen. Die zwei Gegner essen bei dem Gespräch Pasta. Er blickt auf sein Ziel. Steht auf und SCHUSS!


Michaels neue Liebe in Sizilien
Quelle: Kauf DVD; Copyright: 2004 Paramount Pictures 
Michael kann nicht länger in der Stadt bleiben. Er muss fort, in die Heimat seiner Familie, nach Sizilien. Beeindruckend alleine wegen der schönen Landschaft bietet diese Sequenz einen Kontrast zu der ansonsten urbanen Umgebung. Romantisch und natürlich.



Michael erfährt eine neue Liebe, die er nach der Heirat aufgeben muss. Abgeschottet von seiner Familie kann er seinen Verlust nicht vorausahnen. Michael hält nichts mehr in Sizilien. Er kehrt wieder zurück. Man sollte hier ganz genau aufpassen, verpasst man sonst einen großen Zeitsprung von einem Jahr. In der Szene mit Diane Keaton, nach seiner Rückkehr, sagt Michael er wäre seit einem Jahr hier. Ohne diesen Satz würde der Zuschauer davon ausgehen, dass die Szene unmittelbar nach der Abreise aus Sizilien kommt. Aber alleine dieser eine Satz befördert die Szene nun ein Jahr weiter. Was in der Zeit passierte, erfährt man nur indirekt. Michael ist nicht mehr nur ein Familienmitglied. Er ist das Oberhaupt, der Befehlshaber der ganzen Mafiafamilie geworden.

Michael heiratet seine damalige Freundin. Er schickt seinen älteren Bruder nach Vegas. Von all seinen Verrätern und Feinden trennt er sich, lässt sie beseitigen. Im fantastischen Finale findet die Taufe seiner Kinder statt, währenddessen all die Feinde hingerichtet werden, hinterrücks von Ihren Freunden und genau geplant. Musikalisch perfekt untermalt, wechseln die Schauplätze von der Taufe zu den einzelnen Attentate.

Meisterhaftes Schauspiel bietet besonders die Schlussszene. Michaels Frau darf einmalig nach seinen Geschäften und dem Mord an dem Mann seiner Schwester fragen. Michael lügt und verneint die Frage, ob er was damit zu tun hätte. Anschließend wird sie aus dem Raum geführt, sie schaut in den Raum zu Michael zurück. Er winkt ab. Die Tür schließt. Ende. Der Godfather Theme läuft. Gänsehaut...

The Godfather gehört zu meinen liebsten Filmen. Man kann sich die Entstehung des Films unter heutigen Gesichtspunkten so nicht mehr vorstellen. Auch mit dem damaligen Budget von 6 Millionen Dollar lässt sich heute kein Film umsetzten, der so ausgestattet und gedreht wurde wie "The Godfather". Der Film wird einmalig und zeitlos bleiben. Unzählige Filme und Serien, wie z. B. Scarface, GoodFellas, Casino, Heat, The Sopranos und Boardwalk Empire wären wahrscheinlich undenkbar, hätte es "The Godfather" nicht gegeben.

10/10 Filmrollen


Autor: Marcel Hisge

Quelle der Informationen: Wikipedia.org

Sonntag, 23. August 2015

Die 12 Geschworenen


12 Angry Men (Die 12 Geschworenen)
Lauflänge: 96 Minuten
Freigabe: FSK 12
Produktionsjahr: 1957
Produktionsland: USA
Regie: Sidney Lumet
Drehbuch: Reginald Rose


"Also abstimmen und wenn alles klappt dann nix wie raus!"

Elf Stimmen für "schuldig"  -
Einer stimmt für "unschuldig"
Quelle: Kauf-DVD
© 2009 Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc.
12 Angry Men aus dem Jahre 1957, inszeniert von Sidney Lumet (Regisseur von Serpico und Mord im Orient-Express) gehört für mich zu den besten Filme aller Zeiten und wird immer zeitlos in seiner inszenatorischen Klasse bleiben.

Handlung
Der Film zeigt 12 Geschworene (u. a. Henry Fonda), die über einen Verdächtigen entscheiden müssen, der angeklagt wurde, einen Mord begangen zu haben. Elf stimmen für schuldig, einer stimmt für unschuldig, einfach weil er sich nicht sicher ist.

Alle Anderen haben Ihre persönlichen Gründe den Täter verurteilen zu lassen, obwohl sie ihn nicht persönlich kennen: Vorurteile, Hass auf Ausländer, Gruppenzwang. Einer Einziger entzieht sich der Meinung der Mehrheit und startet nach und nach ein Umdenken in den Köpfen der anderen Geschworenen...

Kritik
Bis auf die Anfangs- und Endszene bleibt der Film in 2 Räumen: Im Aufenthaltsraum der Geschworenen und in dessen Nebenraum. Und gerade das ist das Besondere, der Regisseur schafft es in diesem begrenzten Raum eine spannende Handlung durch Diskutieren der Charaktere darzustellen.

Der Film bietet über die gesamte Laufzeit (die nahezu in Echtzeit abläuft) einen ausgeklügelten Ablauf, der alle Charaktere erklärt und Ihre Meinungen und Situationen darstellt. Jeder hat seine eigene Haltung gegenüber der Situation, die besprochen werden muss. Jeder hat eine andere Auffassung und Motivation diesen Fall zu besprechen. 

Henry Fonda als Geschworener Nr. 8
Quelle: Kauf-DVD
© 2009 Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc.
Es ist ein heißer Sommer. Die Klimaanlage in den Räumlichkeiten hat ihre besten Tage längst hinter sich. Die Geschworenen müssen aber ihre Pflicht erfüllen und eine Entscheidung über das Leben eines jungen Mannes treffen. Einer der Gruppe verzögert den eigentlich im ersten Moment eindeutigen Entschluss.

"Nicht schuldig": Diese Worte lösen entsetzte Gesichter und Enttäuschungen aus, die keiner hören wollte.

Was aber dann in den Köpfen der weiteren Geschworenen geschieht und wie Ihre Motivation und Ihren Meinung geändert werden kann mit kleinen, aber nötigen Hinterfragungen der genannten Beweise und Aussagen, ist eine grandiose Leistung des gesamten Drehbuches, des Films und des Regisseurs.

"Das ist doch ein ungebildeter Prolet. Der spricht nicht mal grammatisch richtig." - "Verzeihung! Das heißt grammatikalisch."

Das macht den Film so zeitlos, so aktuell und wichtig. Vorurteile sind gefährlich und können falsche Entscheidungen verursachen. Kritisiert wird auch das amerikanische Rechtssystem. Zwölf normale Bürger, die kein Fachwissen aus dem Rechtssystem besitzen, müssen über Leben und Tod entscheiden. In diesem Film sieht man sehr schön, was daran gefährlich sein kann und das richtige Urteil nicht einfach zu entscheiden ist.

Ein Geschworener enttäuscht 
die Anderen durch seinen Hass
Quelle: Kauf-DVD
© 2009 Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc. 
Der Regisseur schafft es den Fall so darzustellen, als hätte man den Vorfall selbst gesehen. Auch wenn man immer in diesen Räumlichkeiten bleibt, auch als Zuschauer bekommt man ein detailliertes Bild des Tathergangs, der Zeugen und aller Details. Man sieht den Mord nicht. 

Man bekommt aber die Situation erklärt. Natürlich besteht dieser Film hauptsächlich aus Dialogen. Man muss genau aufpassen und jedes Detail mitzubekommen.

Die Kamera, die anfangs auf Distanz bleibt, fährt im weiteren Verlauf der Handlung näher zu den Charakteren und schafft so eine hitzige, angespannte Atmosphäre. Mit zunehmender Anspannung der Diskussionen und Streitigkeiten sieht man häufiger Close Ups der Personen was eben das Ganze viel intimer erscheinen lässt. 

Man fühlt mit, man versteht warum die Person eben jenes fühlt und denkt. Man erfährt Vieles aus der Vergangenheit, was mit den Geschworenen passiert ist und warum sie unbedingt für "schuldig" plädieren. Die Darsteller passen wunderbar auf ihre Rollen. Jeder Einzelne spielt seinen Charakter glaubhaft und realistisch, auch wenn Manche kleinere Parts haben als Andere. 

Fazit
Ein Film der keine Actionszenen, keine Hektik und keine langweiligen Nebenplots benötigt. Der Film überzeugt durch die einfachsten Mittel. Die richtige Handlung mit einer grandiosen Inszenierung machen aus einer simplen Idee, die nur innerhalb 2 Räumen spielt, einen perfekten Film, einen besonderen Film.

"Ach, Sie sind genau wie die meisten hier. Sie denken zu viel. Dabei ist noch nie was raus gekommen."


Bewertung:








Autor: Marcel Hisge


Quelle der Informationen: Wikipedia.org

Die 12 Geschworenen

12 Angry Men (Die 12 Geschworenen)
Lauflänge: 96 Minuten
Produktionsjahr: 1957
Produktionsland: USA
Director: Sidney Lumet
Writer: Reginald Rose (story)

Elf Stimmen für "schuldig"  -
Einer stimmt für "unschuldig"
Quelle: Kauf-DVD
Copyright: 2009 Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc.
"Also abstimmen und wenn alles klappt dann nix wie raus!"
"Das ist doch ein ungebildeter Prolet. Der spricht nicht mal grammatisch richtig."
"Verzeihung! Das heißt grammatikalisch."
"Ach, Sie sind genau wie die meisten hier. Sie denken zu viel. Dabei ist noch nie was raus gekommen."

Dieser Film aus dem Jahre 1957, inszeniert von Sidney Lumet (Regisseur von Serpico und Mord im Orient-Express) gehört für mich zu den besten Filme aller Zeiten und wird immer zeitlos in seiner inszenatorischen Klasse bleiben.

Der Film zeigt 12 Geschworene (u. a. Henry Fonda), die über einen Verdächtigen entscheiden müssen, der angeklagt wurde, einen Mord begangen zu haben. Elf stimmen für schuldig, einer stimmt für unschuldig, einfach weil er sich nicht sicher ist. Alle Anderen haben Ihre persönlichen Gründe den Täter verurteilen zu lassen, obwohl sie ihn nicht persönlich kennen: Vorurteile, Hass auf Ausländer, Gruppenzwang. Einer Einziger entzieht sich der Meinung der Mehrheit und startet nach und nach ein Umdenken in den Köpfen der anderen Geschworenen...

Bis auf die Anfangs- und Endszene bleibt der Film in 2 Räumen: Im Aufenthaltsraum der Geschworenen und in dessen Nebenraum. Und gerade das ist das Besondere, der Regisseur schafft es in diesem begrenzten Raum eine spannende Handlung durch Diskutieren der Charaktere darzustellen. Der Film bietet über die gesamte Laufzeit (die nahezu in Echtzeit abläuft) einen ausgeklügelten Ablauf, der alle Charaktere erklärt und Ihre Meinungen und Situationen darstellt. Jeder hat seine eigene Haltung gegenüber der Situation, die besprochen werden muss. Jeder hat eine andere Auffassung und Motivation diesen Fall zu besprechen. 

Es ist ein heißer Sommer. Die Klimaanlage in den Räumlichkeiten hat ihre besten Tage längst hinter sich. Die Geschworenen müssen aber ihre Pflicht erfüllen und eine Entscheidung über das Leben eines jungen Mannes treffen. Einer der Gruppe verzögert den eigentlich im ersten Moment eindeutigen Entschluss. "Nicht schuldig": Diese Worte lösen entsetzte Gesichter und Enttäuschungen aus, die keiner hören wollte. Was aber dann in den Köpfen der weiteren Geschworenen geschieht und wie Ihre Motivation und Ihren Meinung geändert werden kann mit kleinen, aber nötigen Hinterfragungen der genannten Beweise und Aussagen, ist eine grandiose Leistung des gesamten Drehbuches, des Films und des Regisseurs. Das macht den Film so zeitlos, so aktuell und wichtig. Vorurteile sind gefährlich und können falsche Entscheidungen verursachen.

Ein Geschworener enttäuscht die Anderen durch seinen Hass
Quelle: Kauf-DVD
Copyright: 2009 Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc. 
Der Regisseur schafft es den Fall so darzustellen, als hätte man den Vorfall selbst gesehen. Auch wenn man immer in diesen Räumlichkeiten bleibt, auch als Zuschauer bekommt man ein detailliertes Bild des Tathergangs, der Zeugen und aller Details. Man sieht den Mord nicht. Man bekommt aber die Situation erklärt. Natürlich besteht dieser Film hauptsächlich aus Dialogen. Man muss schon genau aufpassen und jedes Detail mitzubekommen.

Die Kamera, die anfangs auf Distanz bleibt, fährt im weiteren Verlauf der Handlung näher zu den Charakteren und schafft so eine hitzige, angespannte Atmosphäre. Mit zunehmender Anspannung der Diskussionen und Streitigkeiten sieht man häufiger Close Ups der Personen was eben das Ganze viel intimer erscheinen lässt. Man fühlt mit, man versteht warum die Person eben jenes fühlt und denkt. Man erfährt Vieles aus der Vergangenheit, was mit den Geschworenen passiert ist und warum sie unbedingt für "schuldig" plädieren. Die Darsteller passen wunderbar auf ihre Rollen. Jeder Einzelne spielt seinen Charakter glaubhaft und realistisch, auch wenn Manche kleinere Parts haben als Andere. 

Ein Film der keine Actionszenen, keine Hektik und keine langweiligen Nebenplots benötigt. Der Film überzeugt durch die einfachsten Mittel. Die richtige Handlung mit einer grandiosen Inszenierung machen aus einer simplen Idee, die nur innerhalb 2 Räumen spielt, einen perfekten Film, einen besonderen Film.

10/10 Filmrollen


Autor: Marcel Hisge

Quelle der Informationen: Wikipedia.org